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Welche Immobilienart passt zu wem?

by Rudolf in Baumarkt

Ein Haus oder eine Eigentumswohnung zu besitzen war schon immer ein Wunsch vieler Menschen. Es gibt eine sehr große Zahl unterschiedlicher Immobilienarten und sich für den richtigen Typ zu entscheiden, der zu einem passt, das ist nicht immer einfach. Jede Immobilienart hat ihre Eigenheiten, ihre Vor- und Nachteile und spricht jeweils unterschiedliche Zielgruppen an. Grob unterscheidet man erst einmal zwischen Privatimmobilien, Gewerbeimmobilien, Sonderimmobilien, Ferienimmobilien und Anlageimmobilien.

Anlageimmobilien dienen der finanziellen Absicherung und Geldanlage. Man kauft oder baut ein Objekt oder eine Wohnung und vermietet diese. Wenn andere Anlageformen Kursschwankungen haben, so bleibt hierbei der Wert sicher und der vorhandene Wohnraum wird immer benötigt. Gewerbeimmobilien sind zum Beispiel Bürogebäude, Lagerhallen oder Wirtshäuser. Sie dienen nicht dem Zweck des Wohnens. Sonderimmobilien werden für einen bestimmten Zweck gebaut oder erworben. Zum Beispiel, um ein Hotel, eine Klinik oder ein Theater zu eröffnen. Auch Schlösser, Kirchen und Burgen sind Sonderimmobilien. Aber nun zu den privaten Wohnimmobilien.

Derzeit sind vor allem Fertighäuser sehr beliebt. Da die Hauskomponenten jeweils vorher in der Fabrik gefertigt werden, können die Häuser in sehr kurzer Zeit aufgebaut werden und sind deutlich günstiger als andere Einfamilienhäuser. Es gibt viele unterschiedliche Typen, aus denen man wählen kann und man kann seine individuellen Wünsche mit einbringen. Da günstig und schnell, sind diese Häuser ideal für Familien.

Besonders reizvoll, solide und umweltbewusst sind Holzhäuser, die derzeit durchaus auch im Trend liegen. Sie bestehen aus einem nachwachsenden Naturstoff und überzeugen durch ein hervorragendes Raumklima. Es gibt unterschiedliche Arten, aus Naturstämmen, massiven Rundbohlen oder industriell vorgefertigte Hausteilen. Hier fühlen sich vor allem naturverbundene Menschen sehr wohl.

Diese beiden Haustypen gehören zu den Einfamilienhäusern, die es einstöckig, mehrstöckig, mit ausgebautem Dachboden oder auch als Bungalow gibt. EFH stehen frei und haben meist einen schönen Garten und Vorgarten. Man findet sie vorrangig in Vororten oder ländlichen Gegenden. Ein Bungalow ist ideal für ältere Menschen und solche, die Treppen nicht so gerne laufen. Hier befinden sich alle Zimmer auf einer Ebene, es gibt nur kurze Wege zurückzulegen. Der Bau ist einfach, da nur ein Geschoss und kein Dachstuhl gebaut werden. Allerdings braucht man mehr Grundstücksfläche, da die gesamten Wohn-Quadratmeter auf einer Ebene sind. Die Kosten für den Hausbau sind allerdings deutlich günstiger. Man kann einen Bungalow auch ausbaufähig bauen.

Doppelhaushälften werden gerne von jungen Familien genutzt. Eigentlich hat man hier eine Mischung aus EFH und ETW. Das Doppelhaus besteht aus zwei Haushälften, die jeweils einen separaten Eingang haben. Hierbei sind Grund und Boden und Hausbau deutlich günstiger als beim Einfamilienhaus, da sich zwei Familien die Grundkosten teilen. Eine attraktive Wohnsituation. Diese wird gerne von befreundeten oder verwandten Familien genutzt.

Eine Stadt – oder Landhausvilla steht frei in einem großzügig gestalteten Garten. Immobilienerwerber, die gut situiert sind und ein repräsentatives Objekt suchen, entscheiden sich meist für so eine Immobilie. Sie besticht meist durch einen sehr individuellen Baustil und eine sehr hohe Quadratmeterzahl.

Reihenhäuser bestehen meist aus 3 Stockwerken mit Keller. Ein kleiner Garten schließt sich an. Die Herstellungskosten sind gering und in den mittleren Häusern fallen auch die Heizkosten deutlich niedriger aus. Familien mit nicht so viel Geld suchen dort gern ihr erstes Domizil, da die Kosten und Nebenkosten tragbar sind. Der Faktor Treppe muss einkalkuliert werden.

Ein Niedrigenergiehaus ist ideal für Menschen, die ökologisch mitdenken und die Nebenkosten so gering wie möglich halten wollen. Man nennt es auch Öko-Haus, da diese Häuser mit nachhaltigen Baustoffen aus der näheren Umgebung gebaut werden. Von hoher Relevanz sind in den Häusern die Wärmedämmung, ökologisch unbedenkliche Baustoffe, niedrige Energiewerte durch regenerative Energien und ein angenehmes Wohnklima.

Passivhäuser sind bekannt für ihre angenehme Wärme ohne Nutzung einer Heizanlage. Es werden die Wärme der Sonne, der Haushaltsgeräte und der Menschen genutzt für eine natürliche Energieerzeugung. Ein Passivhaus verbraucht 80% weniger Energie als ein Niedrigenergiehaus. Wichtig ist hier die Dämmung, Wärmeschutzfenster mit Dreifachverglasung, die Ausrichtung des Hauses nach Süden – dann ist das Haus im Winter warm und im Sommer kühl.

Die Eigentumswohnung ist ideal für Singles oder Familien, die keinen Garten und keine anfallenden Arbeiten an einem frei stehenden Objekt als Arbeitsaufwand haben wollen. Sie möchten nicht gebunden sein und keine Verpflichtungen haben. Bei einer Eigentumswohnung wird die Verwaltung meist von einer Wohnungseigentümergemeinschaft erledigt. Man bekommt diese ETWs in allen Größenordnungen und Komfortklassen.

Es gibt noch deutlich mehr Immobilienarten und vor der Entscheidung mit dem Hausbau- oder Kauf, sollte man sich optimal informieren und die unterschiedlichen Möglichkeiten mit Vor- und Nachteilen, Kosten- und Nebenkosten und eigenen Vorlieben vergleichen.

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