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Was versteht man unter E-Recruiting

by Rudolf in Dies und Das

E-RecruitementIn einer zunehmend vernetzten Informationsgesellschaft haben sich auch für die Personalbeschaffung von Unternehmen viele neue Kanäle geöffnet. Über elektronische Medien sind die Abläufe – von der Stellenausschreibung bis zur Besetzung – effizienter und kostengünstiger geworden. Anforderungen, Qualifikationen und Vergleichswerte können im modernen Bewerbermanagement schnell erfasst und zusammengeführt werden. Die klassischen Instrumente des Personalmarketings wie Printanzeigen oder Jobmessen wurden von einer Vielzahl elektronischer Kommunikationswege ergänzt.

Das Internet als zentraler Kommunikationsknoten

Durch die flächendeckende Nutzung des Internets haben Unternehmen ihre Selbstdarstellung und ihr Leistungsangebot im Internet zunehmend mit Stellenangeboten erweitert. Waren in den ersten Jahren noch die E-Mail oder der herkömmliche Postweg für die Bewerbungsunterlagen üblich, entdeckte das Personalmarketing zunehmend die elektronischen Möglichkeiten. Hinter Online-Formulare wurden komplette Bewerbermanagementsysteme installiert, die eine sofortige Zuordnung und Auswertung ermöglichten. Neben diesen unternehmenseigenen Maßnahmen – bei großen Unternehmen werden eigene Karrierewebseiten unterhalten – entwickelte sich parallel ein Dienstleistungsmarkt im Internet. Bereits im herkömmlichen Markt tätige Arbeitsvermittler begannen, im Internet ihren Bewerberpool zu vergrößern. Zudem entstanden reine Online-Jobbörsen, die sowohl von Unternehmen als Alternative zur Printanzeige genutzt wurden, als auch von Bewerbern für die Hinterlegung ihrer Initiativbewerbungen.

Netzwerken im Arbeits- und Sozialleben

Das schon aus der Offline-Welt bekannte “Vitamin B wie Beziehungen” erfuhr durch die schnelle und kostengünstige elektronische Kommunikation eine neue Bedeutung. Über Job-Netzwerke entwickelten sich zusätzliche Beziehungen und das “Netzwerken” führte zu vielen Kontaktanbahnungen, die Arbeitgeber und Arbeitsuchende zusammenführten. Spezielle Businessnetzwerke, Recuitingportale und thematisch angelegte Kommunikationsforen ermöglichten dem Personalmarketing, in kürzester Zeit potenzielle Kandidaten kennenzulernen. Die standardisierten Systeme für das Bewerbermanagement konnten aus den Daten der Netzwerker Anforderungsprofile mit Qualifikation und Eignung abgleichen. Durch die teilweise persönliche Kommunikation der Teilnehmer konnten auch sogenannte weiche Faktoren wie das soziale Verhalten oder persönliche Hintergründemit in den Bewertungsprozess einfließen. Das verstärkte sich in den letzten Jahren zusätzlich durch die Verbreitung und Popularität von sozialen Netzwerken. Der vornehmlich private Austausch der Teilnehmer wird mittlerweile von Personalabteilungen als wichtiges zusätzliches Recherchetool für künftige neue Mitarbeiter genutzt. Das direkte E-Recruiting über soziale Netzwerke ist noch die Ausnahme, da sich private und berufliche Bereiche zu sehr überschneiden. Hier nutzen die Unternehmen eher die Möglichkeit, Imagewerbung zu betreiben, die dann auf anderen elektronischen Kanälen für geeigneten Nachwuchs sorgen soll.

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photo by: Victor1558

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