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Die Menge macht’s: Süßigkeiten und Kinder

by Tjark Boons in Haushalt,Kinder

Davon können Kinder nie genug bekommen: Süßigkeiten. Sollte man unseren Schützlingen Süßigkeiten am besten ganz verbieten, um sie vor Übergewicht und Karies zu schützen? Gibt es brauchbare Alternativen zu Schokolade, Gummibärchen und Co? Taggle hat sich umgeschaut.
Natürlich ist es unmöglich Kindern Süßigkeiten zu verbieten, weil Sie immer Mittel und Wege finden werden, sich bei Freunden damit zu versorgen. Außerdem: Was verboten ist, ist gerade für Kinder besonders interessant. Ein striktes Verbot kann sich demnach kontraproduktiv auf ihre Grundidee auswirken und in ihrem Kind im Geheimen ein extremen Süßigkeitenkonsum hervorrufen. Entwickeln Sie eine positive Einstellung zu den zuckrigen Naschereien! Bereits Fruchtwasser und Muttermilch haben einen leicht süßlichen Geschmack, zu dem sich ihre Schützlinge im Kindesalter weiterhin hingezogen fühlen werden.

Mama und Papa sind das Vorbild

Süßigkeiten - der KindertraumEine sinnvolle Regel ist es, ihren Kindern in puncto Süßigkeiten ein Vorbild zu sein. Bei einem Süßigkeitenverbot selbst vor den Augen ihrer Kinder zu naschen ist frustrierend und sollte ein No-Go sein. Wenn Sie naschen, dann tun Sie das zusammen mit ihren Kindern. Teilen Sie zu und legen Sie die Menge fest, die Sie zusammen verzehren. Wenn Mama und Papa aufhören zu naschen, akzeptiert ein Kind das „Nein“ schneller. Nach den Zuckerbomben sollten Sie mit ihren Kindern auch gleich zum Zähneputzen übergehen. Machen Sie ihnen Schützlingen klar, dass zu viel Süßes die Zähne beschädigt. Es gibt eine Reihe Kinderbücher, die auf pädagogisch wertvolle Art und Weise das Thema Karies behandeln und altersgerecht verbildlichen können.
Ernährungsexperten weisen darauf hin, dass eine Tabuisierung von Süßem der falsche Weg ist. Kinder befinden sich im Wachstum und holen sich über den Zucker die notwendige Energie. Jedoch sollte Süßes nicht mehr als zehn Prozent des Tagesbedarfes an Nahrung überschreiten und nie ganze Mahlzeiten ersetzen. Demnach sollte erst nach vollwertigen Mahlzeiten genascht werden. Das hat den Vorteil, dass Kinder dann weniger gierig auf die Zuckerwaren sind.

Cornflakes sind ungesunde Zuckerbomben

Beim Frühstück sollten Sie besonders Vorsicht walten lassen. Frühstücksflakes in allerlei Erscheinungsformen biedern sich mit bunten Erscheinungsbildern in den Supermarktregalen an und drängen sich mit niedlichen Figürchen und Beilagen geradezu auf. Die Verbraucherorganisation foodwatch fordert hier beispielsweise ein Verbot für Kinder-Marketing bei Süßigkeiten. Die „Essensretter“ versuchen darüber hinaus die Hersteller dazu zu bewegen, den Zuckergehalt von Frühstücksflocken auf maximal zehn Prozent zu begrenzen. Momentan versteckt sich ein Zuckergehalt von bis zu 37% in den Frühstücksprodukten.

Für einen süßen Geschmack gibt es viele Alternativen. Am naheliegendsten ist Obst, das zwar oft viel Fruchtzucker enthält, aber daneben wichtige Vitamine für die Kids bereitstellt. Eine kleingeschnittene Obstkomposition kann somit den Griff zur Gummibärchentüte ersetzen. Naschwerk wie Lakritze, Weingummi oder Russisch Brot enthalten zwar auch Zucker, aber weniger als ihre süßen Artgenossen. Doch auch hier gilt: die Menge macht’s.

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